Veröffentlicht am: 2025-05-19

Zwischen jenseitiger Erfüllung und diesseitigem Happiness Engeneering

Wolfgang E.J. Weber
Saeculum Christianum. Pismo Historyczne
Rubrik: Rozprawy i Artykuły
https://doi.org/10.21697/sc.2025.32.1.20

Abstract

Das Streben nach höchster positiver Emotionalität, also nach dem Glück, zählt zu den wichtigsten anthropologisch angelegten, je nach den historisch-sozialen Umständen unterschiedlich ausgeprägten und praktisch wirksamen Motiven menschlichen Verhaltens. Entsprechend bildet es auch ein wichtiges Objekt kulturhistorischer Forschung. Aktuell sind jedoch vor allem anderweitige Disziplinen mit der Analyse der Voraussetzungen, Erscheinungsformen und nicht zuletzt Optimierungsmöglichkeiten des Glücks befasst: Kultursoziologie, Philosophie, Psychologie, Medizin und Ökonomie. Deren Ergebnisse entbehren indessen vielfach historischer Vertiefung. Der vorliegende Essay versucht. diesem Manko abzuhelfen. Er zeichnet holzschnittartig die Entwicklung epochal typischer  Glücksbestrebungen und Glückspraktiken nach und verdeutlicht, dass der Verlust jenseitiger und sonstiger höherer Glücksperspektiven zugunsten diesseitiger Glücksökonomisierung in eine Lage geführt hat, aus der nur noch eine totale Umprogrammierung zum Glücksmenschen zu führen scheint.

Schlagworte:

Glück, Mittelalter, Neuzeit, Moderne, Postmoderne, human engineering

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Zitierregeln

Weber , W. E. (2025). Zwischen jenseitiger Erfüllung und diesseitigem Happiness Engeneering. Saeculum Christianum. Pismo Historyczne, 32(1), 284–300. https://doi.org/10.21697/sc.2025.32.1.20

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